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Spieltypen

Die Mehrheit der Personen, die Glücksspiele spielen, machen das auf eine kontrollierte Art und Weise. Trotzdem können eine nicht zu unterschätzende Menge die Beherrschung über ihr Verhalten während einer kurzen oder längeren Zeitspanne verlieren, während der sie exzessiv spielen und ein Spielproblem unterschiedlicher Ausprägung entwickeln können. Shaffer, Hall und Vander Bilt (1999) schlagen ein Klassifikationssystem vor, das die verschiedenen Spieltypen nach ihrem Involvierungsgrad einteilt.

Habitudes de jeu dans la population générale

Die erste Stufe enthält Personen mit wenig Risikopotential. Es handelt sich um die Kategorien "Spielabsenz" und "Unterhaltungsspiel/Freizeitspiel". Unterhaltunsspieler sehen im Spielen ein Vergnügen, dem sie manchmal nachgehen, wobei sie ihre finanziellen Möglichkeiten im Hinterkopf haben und ihrem Spiel eine kontrollierte Grenze setzen. Sie akzeptieren, dass sie das eingesetzte Geld verlieren können und spielen nicht weiter, um die eingesetzte Summe wieder zurückzugewinnen. Nach der Schweizerischen Gesundheitsbefragung gab es 2002 etwa 1'339'000 regelmässige Spieler.

Bei der zweiten Stufe handelt es sich um problematisches Spielen (3 bis 4 diagnostische Kriterien von 10 beim DSM-IV). Dieses Spielverhalten bringt den Personen, die darunter fallen, finanzielle und familiäre Nachteile. Ihre sozialen und beruflichen Beziehungen nehmen ab und das Risiko, dass ein pathologisches Spielverhalten auftritt, nimmt zu.

Die dritte Stufe repräsentiert die schwerwiegendste Kategorie. Es handelt sich um "pathologisches Spielen" (5 und mehr Kriterien beim DSM-IV). Im Laufe der Zeit gibt es Veränderungen beim pathologischen Spielverhalten und die betroffene Person entsozialisiert sich. Ihre familiären, sozialen und berufliche Beziehungen nehmen ab und die mentale Gesundheit wird beeinträchtigt. Sie verliert an Selbstvertrauen und kann in einen depressiven Zustand fallen, wobei auch suizidales Verhalten möglich ist. Personen, die von pathologischem Spielen betroffen sind, leihen sich Geld um zu spielen und ihre Spielschulden zu bezahlen; zum Teil begehen sie Delikte oder Betrügerein um Geld zum spielen zu erhalten.

"Exzessives Spielen" setzt sich aus problematischem und pathologischem Spielen zusammen. Die Prävalenz von exzessivem Spielen ist vergleichbar mit anderen mentalen Problemen wie zum Beispiel der Schizophrenie. Obwohl 0.4% bis 3% der Erwachsenen in der Schweiz von Spielproblemen betroffen sind - nach der internationalen Literatur -, suchen nur 1 bis 2% derer, die eine Behandlung nötig hätten, professionelle Hilfe. Übrigens vergehen in der Schweiz durchschnittlich 5 bis 6 Jahre bevor eine Person sich entschliesst, Hilfe für ihre Spielprobleme in Anspruch zu nehmen.

Shaffer, H. J., Hall, M. N., Vander Bilt, J. (1999). Estimating the Prevalence of Disordered Gambling Behavior in the United States and Canada : A Research Synthesis. American Journal of Public Health, 89(9), 1369-1376.

 
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