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Ausbildungsangebote

Ausbildung Tactilo

Seit der Einführung elektronischer Lotterien (Tactilo) in Bars und Kaffees war die Loterie Romande (LoRo) ständig politischem und medialem Druck ausgesetzt. Als Reaktion darauf hat sie entschieden, eine obligatorische Ausbildung einzuführen, um ihre Unternehmenspolitik des "verantwortlichen Spielens" zu fördern. Die Loterie Romande hat beschlossen, diese Aufgabe dem CJE anzuvertrauen. Anbieter elektronischer Spiele müssen an einer Veranstaltung von 2 Stunden teilnehmen, die bei Nichterscheinen den Entzug der Lizenz zur Folge hat.

Das Ziel dieser Ausbildung ist, den Anbietern (Barangestellte, Geschäftsführer, etc.) die näheren Umstände eines verantwortlichen Spielens zu vermitteln und ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Loterie Romande im Bereich der Prävention von Problemspielen zu klären. Die Lokale können jederzeit von zivilen Sicherheitsleuten überprüft werden. Die Ausbildung vermittelt auch Basiswissen zu Glücksspiel allgemein und zu problematischem Spielverhalten. Diese Ausbildung will die Teilnehmenden dazu anhalten, problematische Spieler zu informieren und sie auf die bestehenden Beratungsstrukturen aufmerksam zu machen. Weiter hilft sie den Beteiligten mit schwierigen Situationen umzugehen, wie zum Beispiel mit Aggressivität oder der Anwesenheit Minderjähriger an der Seite Erwachsener.

2004, bei der ersten Durchführung, haben 376 Personen mitgemacht. Die Evaluation der Ausbildung unterstreicht ihren Nutzen und Erfolg. Das Ziel dieser Ausbildung war in erster Linie ein Bewusstsein für Spielprobleme zu schaffen. In zweiter Linie handelt es sich auch darum, den Teilnehmenden zu erlauben, problematische Spieler zu identifizieren, sich um sie zu kümmern und sie zu informieren. Weiter zielte die Ausbildung auf die Aneignung von Techniken, wie man problematisches Spielverhalten nicht noch zusätzlich verstärkt. Die Rolle des verzerrten Glücksbegriffs bei den Spielern wurde erklärt. Am Schluss wurden sie dazu angehalten, das Gelernte mit den anderen Mitarbeitenden zu teilen. Die Wirksamkeit der Ausbildung wurde durch eine Evaluation bei den Teilnehmenden überprüft. Sie wurden dazu angehalten, vor, direkt nach und nach 8 Monaten nach der Ausbildung einen Fragebogen auszufüllen, der die wahrgenommene Rolle der Beteiligten und die Wirksamkeit bewertet.

Nach dem Erfolg des vorhergehenden Jahres wurde die Ausbildung 2005 mit 396 Teilnehmern erneut durchgeführt. Es gab viele Bemerkungen zu den Einstellungen und Verhaltensweisen von problematischen Spielern (Erwachsene in Begleitung minderjähriger Kinder, mit Aschenbecher und Getränken vor dem Automaten, Blockierung der Spielmaschinen, hinterlassen eines Chaos, Aggressivität). Aufgrund dieser Kritik und auf Wunsch der Loterie Romande wurde in diesem Jahr ein Akzent auf Rollenspiele gelegt, um ein angemessenes Verhalten gegenüber den Klienten und in schwierigen Situationen zu ermöglichen. Zudem wurde eine Broschüre "jeu responsable", die sich an alle Teilnehmenden richtet, herausgegeben. Diese Broschüre erlaubt den Teilnehmenden, sich an das Gelernte zu erinnern und bei Bedarf auf die vermittelten Informationen zurückzugreifen. Die Ausbildung 2005 erlaubt es auch, eine neue Charta zu entwerfen, um den Teilnehmenden zu ermöglichen, die Direktiven der Loterie Romande gegenüber den Spielern durchzusetzen.

Ausbildung e-learning

Das Centre du jeu excessif hat neben seiner Aufgabe der Betreuung, der Forschung und der Prävention die Aufgabe, Ausbildungen durchzuführen. Seit 2003 bietet das CJE Studenten und Fachpersonen Ausbildungen im sozialen und gesundheitlichen Bereich an, mit dem Ziel, die Probleme bekannt zu machen und angemessene Verhaltensweisen zu vermitteln. Diese Haltung hat einen bemerkenswerten Erfolg gebracht. Deshalb arbeite das CJE an einem Ausbildungsprogramm e-learning, um einem Maximum an Personen zu erlauben, Zugang zum Unterricht zu bekommen. Diese Möglichkeit hat den Vorteil, dass alle Ressourcen des Internets pädagogisch genützt werden können. Es handelt sich nicht nur um die Möglichkeit, an Onlinekursen teilzunehmen (Texte, Videos, Animationen, e-Konferenzen), sondern auch Zugang zu praktischen Arbeiten (Übungen) zu haben, all das mit persönlicher elektronischer Betreuung durch einen Tutor. Das Projekt des CJE ist eine gemixte Ausbildung: Die Hälfte des Unterrichts erfolgt über die Vermittlung im Internet (Theorie und Übungen), die andere Hälfte (Verankerung der Theorie via Praxis: Rollenspiele, praktische Kurse) sind Präsenzkurse.

Methode

Das Ausbildungsprogramm wurde sowohl für Fern- als auch für Präsenzkurse in zwei Sprachen, deutsch und französisch, entwickelt. Es richtet sich an Lernende geographisch unterschiedlicher Zugehörigkeiten (Welschland, Deutschschweiz, Frankreich, Belgien, Kanada francophone). Es richtet sich an drei Gruppen: 1. Fachpersonen der Spielindustrie und Fachpersonen im Bereich verantwortliches Spielen. 2. An Fachpersonen des Gesundheitswesens wie Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Psychologen oder Ärzte. 3. An Personen aus dem juristischen Bereich.

Das Kursprogramm ist in Module aufgeteilt, wobei verschiedene Aspekte des Problems behandelt werden. 1. Das Konzept des exzessiven Spielens (theoretische Basis zu Abhängigkeiten, Spieltypen), 2. Epidemiologie und Prävention (Prävalenz, Komorbidität und Suizid), 3. Früherkennung und Kostenübernahme (Diagnostik, Behandlung, Rückfall), 4. Rechtliche Aspekte. Jedes Modul besteht aus Onlinelektionen und Präsenzunterricht.

Ziel

Das Ziel dieser gemischten e-Ausbildung (e-learning) ist, eine personalisierte und proaktive Ausbildung für Personen mit unterschiedlichen Sprachen und Kenntnisstand anzubieten. Jeder hat die Möglichkeit, den Kursen entsprechend seinem Rhythmus, seiner Kapazitäten und vorherigen Kenntnisse zu folgen. Sie erlaubt es, die Abhängigkeit vom Spielen zu benennen und einem breiten Publikum bekannt zu machen. Die Teilnehmenden erweben neue Kompetenzen, entwickeln neue Netzwerke und haben ein vertieftes Wissen über die Behandlung solcher Abhängigkeiten. Das führt konkret zu einer schnelleren Früherkennung der mit dem Spielen verbundenen Probleme und zu einer wirksameren Information der Klienten.

Mehr Informationen?

Wir stehen Ihnen gerne für zusätzliche Informationen bezüglich der e-Ausbildung (e-learning) zur Verfügung. Zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

 
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